Aktuelles aus dem FDZ (Newsletter)

Ausgabe: 2017 Mai

 

Neue Datensätze am FDZ

 

Systemdenken

Die Daten des BMBF-geförderten Projekts „Systemdenken – Einfluss des fachbezogenen Professionswissens von Lehrkräften auf die Entwicklung der Systemkompetenz von Schülern im Biologieunterricht“ stehen ab Juni zur Beantragung bereit. In dem Projekt wurden Messinstrumente zur Erhebung des fachbezogenen Professionswissens von Lehrkräften entwickelt und in einer Interventionsstudie mit 49 Biologielehrkräften, die 1036 Schülerinnen und Schüler unterrichteten, erprobt. Im Rahmen der Studie wurde der Zusammenhang zwischen dem fachbezogenen Professionswissen (Fachwissen und fachdidaktisches Wissen der Lehrkräfte) und der Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler untersucht. Antworten der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler auf die Kompetenztests liegen auf Einzelitemebene vor. Zusätzlich wurden Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Fach- und Unterrichtsenthusiasmus der Lehrkräfte, thematisches Interesse von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern und kognitive Fähigkeiten letzterer erhoben.

Neue Version

Für die Studie Stereotype Threat können wir Ihnen demnächst eine neue Version (3) anbieten, bei der in der Teilstudie 3d & e, einer Längsschnittuntersuchung von 458 Grundschulkindern, ein Lehrerdatensatz hinzugekommen ist. Die Lehrer hatten die von ihnen unterrichteten Kinder hinsichtlich des erwartbaren Erfolgs an der weiterführenden Schule eingeschätzt. Ab sofort können zusätzlich zum Schülerdatensatz Hintergrundmerkmale der 34 Lehrerinnen und Lehrer (u. a. Migrationshintergrund und Lehrerfahrung) sowie deren Einschätzung zur Stabilität von Intelligenz („entity theory“) bereitgestellt werden. Wir freuen uns, dass hierdurch das Nachnutzungspotential der Daten bedeutsam erweitert wurde.

 

Methodenakademie des FDZ im Herbst 2017

Vom 05.-08. September 2017 findet unsere  nächste Herbstakademie statt! Etwa Mitte Juni wird die Planung dafür abgeschlossen sein und wir informieren auf unserer Homepage unter https://www.iqb.hu-berlin.de/fdz/workshops über Inhalte, Dozierende sowie die Anmeldeformalitäten. Verraten werden kann bereits, dass wir dieses Jahr erstmals einen Workshop zur Analyse sozialer Netzwerke (SNA) anbieten.

 

FDZ-Nutzerbefragung

Zur Verbesserung unseres Services für Sie führen wir im 2. Halbjahr 2017 eine Online-Nutzerbefragung durch. Hier erhalten Sie die Gelegenheit, uns Rückmeldung zu Themen wie dem  Datenangebot und Antragsverfahren am FDZ zu geben. Als Datennutzerin oder Datennutzer senden wir Ihnen eine Einladung zur Befragung per E-Mail. Wir sind gespannt auf Ihr Feedback!

 

Das FDZ auf der GEBF 2017

Auf der 5. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung präsentierte FDZ-Leiter Malte Jansen am 13.03.2017 im Symposium „Forschungsdatenzentren als Partner der Empirischen Bildungsforschung für die Sicherung und Nachnutzung von Forschungsdaten“ die Datenbestände unseres FDZ sowie unser Antragsverfahren.
Das Symposium gab einen guten Einblick in die Forschungsdatenlandschaft im Bereich der empirischen Sozial- und Bildungsforschung. Ebenfalls dort vertreten waren Kolleginnen und Kollegen des Verbunds „Forschungsdaten Bildung“ (VFDB), des Forschungsdatenzentrums PIAAC (GESIS), des Forschungsdatenzentrums Bildung (DIPF), des Forschungsdatenzentrums des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (FDZ-LlfBi), des Sozioökonomischen Panels (DIW)  und des Forschungsdatenzentrums PsychData des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID).

 

Netzwerktreffen VFDB

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Forschungsdaten Bildung“ (VFDB), an dem das FDZ am IQB beteiligt ist, wurde ein Netzwerktreffen organisiert, das zum Ziel hatte, sich mit anderen Forschungsdatenzentren im Bildungsbereich bezüglich einer möglichen Kooperation und Prozessvereinheitlichung auszutauschen (etwa bzgl. des Umgangs mit Metadaten). Das Treffen fand mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 29.03.2017 am IQB in Berlin statt.

 

Studien im Blickpunkt

An dieser Stelle möchten wir Ihnen im Rahmen einer neuen Rubrik regelmäßig empirische Arbeiten vorstellen, die aus Datennutzungsanträgen an unserem FDZ entstanden sind. Dabei wählen wir Publikationen aus, die das Potenzial von Sekundäranalysen verdeutlichen.
Den Anfang macht eine Studie von Katrin Arens vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und Alexandre Morin (Concordia University Montreal), die 2016 im Journal of Educational Psychology veröffentlicht wurde. In dieser Studie untersuchten die Autoren den Zusammenhang zwischen der emotionalen Erschöpfung von Lehrkräften und kognitiven sowie motivationalen Schülermerkmalen. Die Analysen basieren auf den deutschen Daten der IGLU 2006-Studie, die an unserem FDZ beantragt werden kann. Auf Klassenebene zeigte sich, dass die durchschnittliche Schulleistung in solchen Klassen niedriger war, die von Lehrkräften mit einer hohen emotionalen Erschöpfung unterrichtet wurden. Auch die mittlere Schulzufriedenheit der Schülerinnen und Schüler war in diesen Klassen niedriger als in solchen, in denen Lehrkräfte eine geringe emotionale Erschöpfung berichteten. Wie diese Zusammenhänge auf Schülerebene aussahen, erfahren Sie in der unten zitierten Publikation.

Zum Nachlesen: Arens, A. K., & Morin, A. J. S. (2016). Relations be-tween teachers’ emotional exhaustion and students’ educational outcomes. Journal of Educational Psychology, 108, 800–813. doi:10.1037/edu0000105

 

Kontakt

Monika Lacher
Assistentin der FDZ-Leitung
(030) 2093-46552

fdz@
iqb.hu-berlin.de

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