Aktuelles aus dem FDZ (Newsletter)

Ausgabe: 2018 Dezember

 

Neue Datensätze am FDZ

 

ICILS 2013

Wir freuen uns, Ihnen die Daten der 2013 erstmalig durchgeführten internationalen Vergleichsstudie „International Computer and Information Literacy Study (ICILS)“ vorzustellen, welche von der „International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA)“ durchgeführt wurde und die nun am FDZ am IQB beantragt werden kann. Die Studie umfasst die Daten von ca. 60.000 Schülerinnen und Schülern aus 3.300 Schulen in 21 Ländern, welche durch die Kontextdaten von fast 35.000 Lehrkräften, Schulleitungen und IT-Koordinierenden ergänzt werden. Die deutsche Stichprobe beinhaltet 2.225 Schülerinnen und Schüler. Ziel des Projektes war es, zu überprüfen, in welchem Maße Kinder der achten Klasse über computer- und informationsbezogene Kompetenzen (Information and Communication Technologies, ICT) verfügen und welchen Beitrag das deutsche Schulsystem zum Erwerb dieser ICT-Kompetenzen leistet. Getestet wurden die zwei Kompetenzbereiche „Informationen sammeln und organisieren“ sowie „Informationen erzeugen und austauschen“. Diesbezüglich wurden u. a. die Kompetenzen zur Nutzung von Computern, zur Informationsverarbeitung sowie zum verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit ICT erfasst. Auch die Rahmenbedingungen an den einzelnen Schulen — z. B. Ausstattung, Support, Lehrkräftefort- und -weiterbildung — standen im Fokus der Befragung. Darüber hinaus liegen Daten zum persönlichen und familiären Hintergrund der teilnehmenden Jugendlichen, zu ihrer schulischen und außerschulischen Nutzung von Computern sowie ihren Einstellungen zu Computer- und Informationstechnik vor.

 

 

Veranstaltungen

 

Frühjahrsakademie 2019 zu Methoden der empirischen Bildungsforschung (5.-8. März 2019)

 

Zu folgenden Themen werden Workshops  angeboten:

05.03.

 

Einführung in Mehrebenenmodelle in R

(Dr. Takuya Yanagida, Universität Wien)

Einführung in Strukturgleichungsmodelle in R
(Esther Ulitzsch M.Sc., FU Berlin)

06.03.

Mehrebenenmodelle für längsschnittliche Daten in R

(Dr. Takuya Yanagida, Universität Wien)

Kausale Inferenz

(Prof. Dr. Axel Mayer, RWTH Aachen)

07.03.

Analyse von Large-Scale Assessments mit R

(Dr. Alexander Robitzsch, IPN Kiel)

Propensity Score Matching

(Dr. Michael Becker, DIPF Frankfurt)

08.03.

Umgang mit fehlenden Werten

(Dr. Simon Grund, IPN Kiel)

GLMMs zur Testung von (erklärenden) Item Response-Modellen in R

(Prof. Dr. Frank Goldhammer, DIPF Frankfurt)

 

GEBF 2019

Auf der nächsten GEBF-Tagung 2019 stellt das FDZ am IQB Datenangebot, Aufgaben und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Forschungsdateninfrastruktur auf zwei Symposien vor. Im ersten Symposium, welches von Dr. Débora B. Maehler (GESIS) organisiert wird, geben vier Forschungsdatenzentren einen Überblick über die verfügbaren Datensätze, deren Analysepotenzial und Zugangsvoraussetzungen. Im zweiten Symposium, das von Dr. Malte Jansen (IQB) und Dr. Marius Gerecht (DIPF) organisiert wird, werden Konzepte und Lösungen zu Fragen der Datenerhebung, Datensicherung, Datenweitergabe und der Nachnutzung von Forschungsdaten vorgestellt.

Wir freuen uns, Sie auf der GEBF 2019 in Köln zu sehen!

 

NEU: Campus Files für die Lehre

Ab Januar 2019 stellt das FDZ am IQB Datensätze in Form von Campus Files zur Verfügung, die in der Lehre eingesetzt werden können. Dabei handelt es sich um stark anonymisierte Datensätze, die auf die Vermittlung methodischer und statistischer Kenntnisse im Umgang mit Schulleistungsstudien abzielen. Stichprobenumfang und Variablenanzahl wurden in diesen Datensätzen deutlich reduziert. Die Beantragung von Campus Files erfolgt in einem vereinfachten Verfahren: Einfach mit einer E-Mailadresse anmelden, die eine wissenschaftliche Institutionszugehörigkeit aufweist, der Nutzungsordnung zustimmen und schon können Sie die Daten zum Einsatz in der Lehre oder auch in Seminararbeiten verwenden. Unsere ersten Campus Files basieren auf den Daten des IQB-Ländervergleichs 2011 und ermöglichen vielfältige Analysenprozeduren, u. a. Mehrebenenanalysen, Strukturgleichungsmodelle mit latenten Variablen, Regressionsanalysen unter Verwendung von Sampling Weights sowie Item Response Modelle. 2019 werden aus den Daten weiterer Studien Campus Files erstellt.

 

Studien im Blickpunkt

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig empirische Arbeiten vor, die aus Datennutzungsanträgen an unserem FDZ entstanden sind. Dabei wählen wir Publikationen aus, die das Potenzial von Sekundäranalysen verdeutlichen.

Diesmal geht es um einen Artikel von Eric Richter, Dirk Richter und Alexandra Marx, der 2018 in der „Zeitschrift für Erziehungswissenschaft“ veröffentlicht wurde. Mit Lehrkräftedaten aus dem IQB-Ländervergleich 2012 – welchen Sie beim FDZ am IQB beantragen können – untersuchten die Autorin und die beiden Autoren, welche Barrieren Lehrkräfte von der Teilnahme an Fortbildungen abhalten. Die Arbeit versucht außerdem die Frage zu beantworten, ob sich Lehrkräfte, die nicht an Fortbildungen teilnehmen, systematisch von Lehrkräften unterscheiden, die eine regelmäßige Teilnahme vorweisen. Gruppenvergleiche zwischen Teilnehmenden und Nicht-Teilnehmenden mittels Varianzanalyse zeigten signifikante Unterschiede hinsichtlich des Geschlechts und der Berufserfahrung. So ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Fortbildung teilzunehmen, für weibliche Lehrkräfte und Lehrkräfte mit geringerer Berufserfahrung höher als für männliche Lehrkräfte mit höherer Berufserfahrung. Welche Gründe für eine Nicht-Teilnahme berichtet wurden und inwieweit diese mit der Fortbildungsaktivität von Lehrkräften zusammenhängen, können Sie im unten stehenden Artikel nachlesen.

Richter, E., Richter, D. & Marx, A. (2018). Was hindert Lehrkräfte an Fortbildungen teilzunehmen? Eine empirische Untersuchung der Teilnahmebarrieren von Lehrkräften der Sekundarstufe I in Deutschland. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 21, 1021-1043.

 

In eigener Sache

Wenn Sie Daten unseres Forschungsdatenzentrums zur Nachnutzung beantragt haben, möchten wir Sie gerne an die Übersendung von Belegexemplaren der aus Ihrem Projekt entstandenen Veröffentlichungen (in gedruckter und/oder elektronischer Form, z. B. PDF-Datei) erinnern, falls dies noch nicht geschehen ist. Die Dokumentation von Publikationen, die mit unseren Daten entstanden sind, ist eine wichtige Aufgabe des FDZ am IQB. Die Veröffentlichungen unserer Antragstellenden zeigen zum einen das Nachnutzungspotenzial der am FDZ verfügbaren Datensätze und bieten zum anderen – in Form der auf unserer Homepage zugänglichen Literaturlisten – eine hilfreiche Übersicht für weiterführende Recherchen. Für Rückfragen zur Einreichung von Belegexemplaren stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

 

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Kontakt

Monika Lacher
Assistentin der FDZ-Leitung
(030) 2093-46552

fdz@
iqb.hu-berlin.de

CR