Aktuelles aus dem FDZ (Newsletter)

Ausgabe: 2019 August

 

Neue Datensätze am FDZ

 

Pisa-Plus 2012-2013 (http://doi.org/10.5159/IQB_PISA_Plus_2012-13_v1)

Mit den Daten der Studie Pisa-Plus 2012-2013 steht ab sofort die zweite Längsschnitterhebung des PISA-Konsortiums am FDZ am IQB zur Verfügung.

Das Projekt PISA-Plus 2012-2013 ergänzt die internationale PISA-Haupterhebung aus dem Jahr 2012 um eine Längsschnittkomponente mit einem zweiten Messzeitpunkt. Dieselben Schülerinnen und Schüler wurden in der neunten (N=9.998) sowie ein Jahr später in der zehnten Jahrgangsstufe (N=4.610) in Mathematik, Naturwissenschaften und hinsichtlich ihrer Lesekompetenz getestet. Die Daten bieten somit  die Möglichkeit, Kompetenzentwicklungen im Verlaufe eines Schuljahres abzubilden. Zusätzlich können mit den erhobenen Schüler-, Unterrichts- und Schulmerkmalen Bedingungen, die den Kompetenzerwerb beeinflussen, analysiert werden.

 

IQB-Bildungstrend 2016 (http://doi.org/10.5159/IQB_BT_2016_v1)

Weiterhin können ab September ebenfalls die Daten des IQB-Bildungstrend 2016 beim FDZ am IQB beantragt werden.

Am IQB-Bildungstrend in der Primarstufe nahmen ca. 30.000 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe aus über 1.500 Schulen teil. Es wurden Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik getestet. Im Einzelnen wurden im Fach Deutsch Testaufgaben zu drei in den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) definierten Kompetenzbereichen Lesen, Zuhören und Orthografie eingesetzt. In Mathematik wurden fünf Kompetenzbereiche untersucht: Zahlen und Operationen, Raum und Form, Muster und Strukturen, Größen und Messen sowie Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit. Die Kompetenztests wurden durch Indikatoren zum schlussfolgernden Denken als kognitiver Grundfähigkeit sowie durch einen Schülerfragebogen ergänzt, mit dem Angaben zur Person und zum Unterricht erfragt wurden. Darüber hinaus erfolgte auch eine schriftliche Befragung der Schulleitungen, ausgewählter Lehrkräfte sowie der Eltern der beteiligten Kinder. Der Datensatz ermöglicht zusammen mit den Daten des IQB-Ländervergleichs 2011 Trendanalysen zur Veränderung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in der vierten Jahrgangsstufe.

 

BiSpra II (http://doi.org/10.5159/IQB_BiSpra_II_v1)

Wir freuen uns außerdem, Ihnen die Daten des Projektes Bildungssprachliche Kompetenzen - Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik (BiSpra II) vorstellen zu dürfen, die nun am FDZ am IQB beantragt werden können.

In BiSpra II wurden Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Jahrgangsstufen (N=1145) an 38 Schulen aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen im Zeitraum von 2014 bis 2015 zu zwei Messzeitpunkten untersucht. Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes BiSpra I wurde ein linguistisch und (sprach-) entwicklungspsychologisch fundiertes diagnostisches Testverfahren zur Erfassung bildungsbezogener sprachlicher Kompetenzen entwickelt und validiert sowie die Bedeutung entsprechender Fähigkeiten für den Schulerfolg empirisch geprüft. In der ersten Erhebungsphase wurden sowohl die im Projekt entwickelten Hörverstehens-, Konnektoren- sowie Wortschatzaufgaben als auch bereits etablierte Aufgaben zur Erfassung des allgemeinen Wortschatzes, der Grammatik, der kognitiven Grundfähigkeiten und des phonologischen Arbeitsgedächtnisses eingesetzt. Zum zweiten Messzeitpunkt wurden zusätzlich Aufgaben zum Leseverständnis und zu mathematischen Kompetenzen eingesetzt, um zentrale schulisch vermittelte Kompetenzen zu erfassen. Zudem wurden die Eltern der Schüler schriftlich u. a. zur Spracherwerbssituation der Kinder und zum sozioökonomischen und bildungsbezogenen Hintergrund der Familie befragt. Den Lehrkräften wurde ein Fragebogen zu Lehrtätigkeit, Unterrichtsgestaltung sowie der Zusammensetzung der Schülerschaft ausgehändigt. Ziel der Studien BiSpra I und BiSpra II war es, bedeutsame bildungssprachliche Kompetenzen im Grundschulalter zu erfassen, sodass mittelfristig schulbezogene Entwicklungsverläufe offengelegt und passende Fördermaßnahmen eingeleitet werden können.

 

ProwiN Chemie (http://doi.org/10.5159/IQB_ProwiN_Chemie_v1)

Nachdem die Daten des Teilprojekts Physik bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden, sind die Daten des Teilprojektes Chemie der Studie Professionswissen in den Naturwissenschaften (ProwiN) (Schwerpunkt fachliches und fachdidaktisches Wissen) nun auch am FDZ am IQB verfügbar.

Im ProwiN-Projekt wurde fachdidaktisches Wissen, Fachwissen und pädagogisches Wissen von Lehrkräften in Biologie, Chemie und Physik analysiert. Die Untersuchung im Fach Chemie wurde im Zeitraum von 2013 bis 2015 in Nordrhein-Westfalen und in Bayern durchgeführt. Daten liegen sowohl von Lehrkräften (N=29) als auch von Schülerinnen und Schülern der achten und neunten Jahrgangsstufen vor (N=786). Die Ermittlung des Professionswissens der Lehrkräfte gehörte, neben dem Erfassen von fachspezifischen Einstellungen und Überzeugungen, zum Schwerpunkt dieser Untersuchung. Schülerinnen und Schüler wurden vor und nach den Unterrichtseinheiten Atombau und Periodensystem der Elemente befragt und getestet. Neben der Fachkompetenz sowie den kognitiven Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler waren das Fachinteresse, die Motivation und die Einschätzung der Lehr- und Lernarrangements im Chemieunterricht Teil der Erhebung. Die Daten geben einen Einblick in die Auswirkungen des Professionswissens der Lehrkräfte auf die Qualität des Chemieunterrichts.

 

Veranstaltungen

 

Save the Date!

Die nächste FDZ-Frühjahrsakademie zu Methoden der empirischen Bildungsforschung wird vom 31.03. – 03.04.2020 in Berlin stattfinden.

Das Programm wird Anfang 2020 auf unserer Homepage (www.iqb.hu-berlin.de/fdz/news/anmeldung) sowie über unseren Newsletter bekannt gegeben.

 

Das FDZ am IQB auf der paEpsy-Tagung 2019

Auf der kommenden Gemeinsamen Tagung der Fachgruppen Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie 2019 (paEpsy) an der Universität Leipzig vom 09. – 12.09.2019 sind das FDZ am IQB und der VerbundFDB mit einem Symposium zum Thema  Forschungsdaten erheben, sichern, weitergeben und nachnutzen – Konzepte und Praxisbeispiele aus dem Verbund Forschungsdaten Bildung vertreten.

Es findet am Dienstag (10.09.2019) von 15:30-17:00 Uhr in Raum SR 125 statt. Dr. Malte Jansen und Claudia Neuendorf vom FDZ am IQB diskutieren dort Qualitätsstandards und Prozeduren beim Umgang mit Forschungsdaten der empirischen Bildungsforschung zur Ermöglichung von Re- und Sekundäranalysen.

Weitere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie unter:

http://paepsy-meeting.de/programm/tagungsprogramm/

 

 

CR