IQB-Bildungstrend 2016 in der Primarstufe

Wer nahm an der Studie teil und wann fand sie statt?

Am IQB-Bildungstrend 2016 nahmen ca. 30.000 Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgangsstufe aus über 1.500 Schulen teil. In jeder der nach einem Zufallsverfahren gezogenen Schulen wurde ebenfalls per Zufall eine Klasse bestimmt, die an der Testung teilnahm. (In Förderschulen wurde davon abweichend eine größere Testgruppe gebildet, die in der Regel mehrere Lerngruppen umfasste.) Der Zeitraum der Datenerhebung erstreckte sich von Mitte Mai bis Mitte Juli 2016, unterschied sich jedoch leicht zwischen den einzelnen Ländern.

Welche Fächer und Kompetenzbereiche wurden getestet?

Es wurden Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik getestet. Im Einzelnen wurden im Fach Deutsch Testaufgaben zu den drei in den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) definierten Kompetenzbereichen „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“, „Sprechen und Zuhören“ sowie „Schreiben“ eingesetzt. Überprüft wurde jedoch nicht die ganze Breite dieser Kompetenzbereiche, vielmehr beschränkte sich die Erhebung auf die Teilbereiche „Lesen“, „Zuhören“ und „Orthografie“. In Mathematik wurden alle fünf in den Bildungsstandards beschriebenen Kompetenzbereiche untersucht. Dabei handelte es sich um „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Größen und Messen“ sowie „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“. Nähere Informationen zu den Bildungsstandards in den genannten Fächern finden Sie hier. Zudem finden Sie an dieser Stelle Kompetenzstufenmodelle, welche ebenfalls detaillierte Informationen zu den relevanten Bildungsstandards und Kompetenzbereichen enthalten.

Was wurde neben den Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler noch erhoben?

Die Kompetenztests wurden durch einen Schülerfragebogen ergänzt, mit dem Angaben zur Person und zum Unterricht erfragt wurden. Darüber hinaus erfolgte auch eine schriftliche Befragung der Schulleitungen, ausgewählter Lehrkräfte sowie der Eltern der beteiligten Kinder. Die erhobenen Informationen dienen dazu, die Lehr- und Lernbedingungen in deutschen Grundschulen im Überblick zu beschreiben und zu untersuchen, inwieweit und unter welchen Bedingungen eine optimale Förderung aller Schülerinnen und Schüler erreicht wurde. Die Erfassung von Hintergrundvariablen ermöglicht dabei eine fundierte und objektive Interpretation der Testergebnisse. Darüber hinaus wurden im IQB-Bildungstrend auch Indikatoren zum schlussfolgernden Denken als kognitiver Grundfähigkeit eingesetzt.

Wer verantwortet die Studie und wer führte die Studie durch?

Auftraggeber der Studie sind die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder. Die wissenschaftliche und datenschutzrechtliche Gesamtverantwortung für den IQB-Bildungstrend liegt beim Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Stanat. Am IQB wurden die eingesetzten Messinstrumente und Fragebögen entwickelt, erprobt und optimiert. Mit der Organisation und Durchführung der Studie wurde das IEA Data Processing and Research Center (DPC) in Hamburg beauftragt. Der Test selbst wurd von externen Testleiterinnen und Testleitern durchgeführt, die vom DPC für diese Aufgabe geschult werden.

Wer wertet die Studie aus und wann wird darüber berichtet?

Die Bewertung („Kodierung“) der Antworten der Schülerinnen und Schüler und die Datenaufbereitung erfolgt durch das DPC nach Maßgaben des IQB. Die Auswertung der Daten und die Bestimmung der Kompetenzstände der Schülerinnen und Schüler in den Ländern erfolgt am IQB. Die Ergebnisse der Datenauswertung werden in einem Bericht zusammengefasst, der im Herbst 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Im Anschluss an diese Veröffentlichung werden alle teilnehmenden Schulen in einer separaten Rückmeldung eine Zusammenfassung der an der Schule erzielten Ergebnisse erhalten.

Ländervergleich 2015
Weitere Informationen
Kontakt

Dr. Camilla Rjosk, Dr. Stefan Schipolowski

(030) 2093-46582, -46584

iqb-lv2016@
iqb.hu-berlin.de

SSchi/CRj