Ländervergleich und IQB-Bildungstrend

Im Rahmen ihrer Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring hat die Kultusministerkonferenz die regelmäßige Durchführung von Ländervergleichen beschlossen. Ziel der Ländervergleichsstudien ist es festzustellen, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die für alle Länder verbindlichen Bildungsstandards erreichen und in welchen Bereichen Steuerungsbedarf besteht. Die entsprechenden Erhebungen finden im Bereich der Primarstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik alle fünf Jahre, im Bereich der Sekundarstufe I alternierend in den Fächergruppen Deutsch, Englisch und Französisch einerseits sowie Mathematik, Biologie, Chemie und Physik andererseits alle drei Jahre statt. Die regelmäßigen Studien zur Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards sind Teil eines umfassenden Systems von Lernstandserhebungen, das – flankiert durch Unterstützungsmaßnahmen – auf eine kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung und auf die Sicherung von Bildungsqualität abzielt. Die Ergebnisse der Studien werden auf Ebene der Schulsysteme der Länder ausgewertet. Rückschlüsse auf das Abschneiden einzelner Schulen, Klassen oder Schülerinnen und Schüler sind anhand der veröffentlichten Ergebnisse nicht möglich.

Mit den Studien, die das IQB in den Jahren 2009 (Sekundarstufe I: Deutsch, Englisch, Französisch), 2011 (Primarstufe: Deutsch, Mathematik) und 2012 (Sekundarstufe I: Mathematik, Biologie, Chemie und Physik) durchgeführt hat, konnte der erste Zyklus der Überprüfungen des Erreichens der Bildungsstandards abgeschlossen werden. Die 2015 durchgeführte Untersuchung, über die im Berichtsband zum IQB-Bildungstrend 2015 berichtet wird, markiert den Beginn des zweiten Zyklus. Damit ist es erstmalig möglich, in Bezug auf das Erreichen der Bildungsstandards Entwicklungstrends zu beschreiben. Um diese für das Bildungsmonitoring zentrale Aufgabe der fortwährenden Beobachtung von Entwicklungen im Bildungssystem auch begrifflich zu unterstreichen, werden die Studien des IQB zur Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards seit 2015 als „IQB-Bildungstrends“ bezeichnet.

SSchi