FAQ - Häufig gestellte Fragen

Datennutzung

Wer ist berechtigt, einen Antrag auf Scientific Use Files (SUFs) und Campus Files (CFs) zu stellen?

Eine Antragstellung steht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden offen, wobei sie institutionell an eine Universität oder ein öffentlich gefördertes Forschungsinstitut angebunden sein müssen. Es wird vorausgesetzt, dass die Daten ausschließlich für nicht kommerzielle wissenschaftliche Zwecke verwendet werden.

Wie ist ein Antrag auf SUFs zu stellen?

Es ist eine kurze Forschungsskizze mit einer Beschreibung der theoretischen Grundlagen, Herleitung der Fragestellungen oder Hypothesen und geplanten Analysen einzureichen. Der Antrag sollte mindestens 2-3 Seiten und höchstens 10 Seiten umfassen und die FDZ-Richtlinien zur Antragsstellung beachten.

Wie ist ein Antrag auf CFs zu stellen?

Antragstellende müssen neben der Angabe einer gültigen universitären E-Mail-Adresse und eines Verwendungszwecks in der Lehre der Nutzungsordnung für CFs zustimmen, um Zugang zu den CFs zu erhalten. 

Wie lange dauert die Prüfung eines Antrags auf SUFs?

Nach Antragseingang an unser FDZ wird von uns zunächst geprüft, ob die formalen Kriterien zur Antragsgenehmigung erfüllt sind. Dies nimmt in der Regel 2 Wochen in Anspruch.
In Ausnahmefällen, etwa wenn Unklarheit darüber besteht, ob der Antrag vertraglichen Vereinbarungen mit dem Dateneigentümer der Studie widerspricht, behält sich das FDZ vor, externe Gutachterinnen bzw. Gutachter, die jeweiligen Datenproduzenten oder die Dateneigentümer in den Prüfungsprozess mit einzubeziehen. In solchen Fällen ist mit einer Verlängerung des Genehmigungsprozesses um einige Wochen zu rechnen.

Sollte das Forschungsvorhaben z. B. Ländervergleiche beinhalten, die neuartig und bisher noch nicht publiziert sind, ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen, da der Antrag aufgrund der Neuregelung vom 20.09.2012 (in der Fassung vom 31.01.2019) einer wissenschaftlichen Begutachtung unterzogen wird.

Nach Prüfung Ihres Antrags wird ein Datennutzungsvertrag ausgefertigt, der von beiden Seiten zu unterzeichnen ist. Anschließend erhalten Sie die beantragten Daten. Bitte beachten Sie, dass die Gesamtverfahrensdauer im Standardfall etwa 8 Wochen betragen kann und planen Sie ausreichend Zeit ein.

Wie werden die SUF zugänglich gemacht?

Grundsätzlich stehen die Daten am FDZ am IQB in anonymisierter Form zur Verfügung, d. h., ein Personenbezug ist nicht direkt herstellbar. In Abhängigkeit von der Sensibilität der Daten gibt es unterschiedlich stark anonymisierte Datensätze, die über unterschiedliche Zugangswege bereitgestellt werden.

Standardmäßig stellt das FDZ am IQB Scientific Use Files (SUFs) im SPSS- oder STATA-Format zur Verfügung. In diesen Datensätzen wurden alle Informationen aus den Originaldaten rekodiert bzw. entfernt, die eine potenzielle Re-Identifikation einzelner Personen ermöglichen würden. Dies kann u. a. dann gegeben sein, wenn bei bestimmten Variablen Merkmalsausprägungen vorliegen, die von fünf oder weniger Personen stammen, oder auch wenn geografische Informationen erhoben wurden. SUFs werden Datennutzenden vom FDZ am IQB nach Abschluss eines Datennutzungsvertrags via Datenaustauschportal zur Verfügung gestellt.

Wissenschaftliche Auswertungen mit Datenversionen, die aus Datenschutzgründen besonderen Zugangsbeschränkungen unterliegen (z. B. Bundeslandinformation), sind über einen besonders geschützten Zugangsweg (über den kontrollierten Fernrechenzugang JoSuA, bereitgestellt vom IZA in Bonn) möglich. Bei solchen Analysen werden Ergebnisoutputs vom FDZ am IQB hinsichtlich der Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen geprüft, bevor sie den Forschenden zur Verfügung gestellt werden.

 
Um einen ersten Eindruck zu erhalten, wie die Datensätze in den einzelnen Projekten/Studien aussehen, was also erhoben wurde (Variablennamen, -labels), kann man sich auf der jeweiligen Studien-Website sog. Leerdatensätze herunterladen.
 

Was müssen Datennutzende nach Projektende beachten?

Die Daten sind nach Abschluss des Projekts zu löschen.

Bitte übermitteln Sie uns außerdem zeitnah nach Abschluss des Projektes (vorzugsweise elektronisch) ein entsprechendes Belegexemplar. Hierbei ist zu beachten, dass sowohl Datengebende nach unseren Vorgaben (siehe Zitationsvorschlag auf den Studienseiten und im Datennutzungsvertrag) als auch das FDZ (z. B. in der Danksagung/Acknowledgements, bei Daten oder in einer Fußnote) zu zitieren sind.

 

Datenübergabe

Sie verfügen über Datensätze, die Kompetenzmessungen beinhalten?

Auf unserer Seite Datenübergabe finden Sie alle wichtigen Informationen darüber, wie die Daten übergeben werden sollten.

Sie haben Fragen zum Forschungsdatenmanagement?

Das Verbundprojekt Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB) bietet eine sehr gute Übersicht rund um das Thema Forschungsdatenmanagememt (FDM). Auch die Humboldt-Universität zu Berlin bietet Antworten rund um das Thema FDM.

Wer schreibt einen Letter of Intent?

Gemäß vieler Auflagen von Projektträgern und Förderbedingungen müssen Projekte ihre erhobenen Forschungsdaten nach Projektende zu Zwecken der Nachnutzung, Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse zugänglich machen. Wenn im Rahmen von Antragstellung oder Genehmigungsverfahren nachgewiesen werden soll, dass bereits mit einem Datenzentrum Kontakt diesbezüglich aufgenommen wurde, so können sich Datenproduzierende gern an den Verbund Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB) wenden, in dem das FDZ am IQB Partner ist. Der VerbundFDB bzw. die im VerbundFDB zusammengeschlossenen Datenzentren erklären sich bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Projekt bei Fragen des Forschungsdatenmanagements zu unterstützen und die im Projekt produzierten Daten gemäß seiner Collection Policy zu sichern und zur Nachnutzung verfügbar zu machen.

Kontakt

Monika Lacher
Assistentin der FDZ-Leitung
(030) 2093-46552

fdz@
iqb.hu-berlin.de