Welche Ziele werden mit VERA verfolgt?

Das Bildungsmonitoring zielt darauf ab, die Kompetenzorientierung im Bildungssystem zu stärken. An die Stelle der Frage, welche Inhalte in einem Fach zu unterrichten sind, soll die Frage treten, welche Kompetenzen Schüler*innen in diesem Fach bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Schullaufbahn erreicht haben sollen. Leitend sind dabei die Kompetenzerwartungen der Bildungsstandards. Anstelle von trägem Wissen, das nur zur Beantwortung von eng begrenzten und bekannten Aufgabenstellungen abgerufen wird, sollen die Schüler*innen vernetztes Wissen aufbauen, das zur Bewältigung vielfältiger Probleme angewendet werden kann. Dabei handelt es sich um einen sehr ambitionierten fachdidaktischen und pädagogischen Anspruch, regelmäßige Tests und damit verbundene Leistungsrückmeldung im Sinne eines Feedbacks können dabei eine unterstützende Funktion für Lehrkräfte haben. VERA stellt dabei eine Art Frühwarnsystem für Lehrpersonen dar, weil sie bereits ein Jahr vor dem Erreichen der Bildungsstandards eine Rückmeldung darüber erhalten, inwieweit die Anforderungen der Bildungsstandards von den Kindern und Jugendlichen bereits erreicht werden und welche Bereiche im Unterricht besonders in den Blick genommen werden müssen. Einen Überblick über Ziele, Funktionen und Wirksamkeit von VERA enthält das Handbuch Unterrichten an allgemeinbildenden Schulen (Henschel, S. & Stanat, P. (2019)).

SHu 10.2.21