Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung / Progress in International Reading Literacy Study 2011 (IGLU/PIRLS 2011)

 

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Projektbeschreibung

Literatur

Leerdatensätze

Dokumentation

Weiterführende Informationen

Hinweise zur Nutzung der Daten

Erhebungszeitraum

2011
verfügbar seit 12/2015
Testpopulation Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4
Stichprobe Schülerinnen und Schüler (N=4.000)
Klassen (N=205)
Schulen (N=197)
Erfasste Kompetenzen Deutsch - Leseverständnis
Kontextfragebögen für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen
Region Bundesweit
Federführung Prof. Dr. Wilfried Bos (IFS Dortmund)
Auftraggeber Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Kultusministerkonferenz (KMK)
Dokumentation http://timssandpirls.bc.edu/methods/index.html
Zitationsvorschlag Bos, W., Wendt, H., Tarelli, I., Bremerich-Vos, A. & Schwippert, K. (2015). Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung 2011 (IGLU 2011) (Version 1) [Datensatz]. Berlin: IQB – Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. http://doi.org/10.5159/IQB_IGLU_2011_v1
Zugangshinweise

Für diese Studie liegt keine Bundesland-Variable vor.

Kognitive Grundfähigkeiten dürfen nicht als abhängige Variable in den Analysen verwendet werden.

 

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IGLU 2011 Logo

 

 

Projektbeschreibung

IGLU/PIRLS 2011 ist eine von der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) initiierte Schulleistungsstudie, die mit der Erhebung 2011 nach 2001 und 2006 zum dritten Mal durchgeführt wurde. Das FDZ am IQB stellt die Daten der deutschen Stichprobe zur Verfügung.

Mit IGLU wurde international vergleichend das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern am Ende der vierten Jahrgangsstufe untersucht, mit dem Anliegen, zuverlässige Informationen über den Wissens- und Fertigkeitsstand der Schülerinnen und Schüler in den teilnehmenden Staaten zu erlangen. Neben der Lesekompetenz wurden auch die Bereiche der Leseintention, des Textverständnisses sowie des Leseverhaltens und der Einstellungen zum Lesen erfasst. Darüber hinaus wurden auch Informationen zu den institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erhoben, die die Bereitstellung und Nutzung schulischer Lerngelegenheiten beeinflussen.

Im Jahr 2011 fiel der Erhebungszeitpunkt von IGLU erstmalig mit TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study), ebenfalls eine Studie der IEA, zusammen. In Deutschland wurden beide Studien mit einer gemeinsamen Stichprobe durchgeführt und so für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler Leistungswerte in den drei Kompetenzdomänen Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften ermittelt. Informationen zu TIMSS 2011 finden sich hier.

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Literatur

Eine Auswahl an Publikationen finden Sie in dieser PDF Literaturliste (Stand 31.10.2019).

PDF Hier finden Sie außerdem die Ergebniszusammenfassung der IGLU-Studie von 2011.

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Leerdatensätze

Um Ihnen einen ersten Überblick der Datensätze zu vermitteln, haben Sie hier die Möglichkeit, Leerdatensätze herunterzuladen.

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Dokumentation

Hier finden Sie weiterführendes Material zur Studie:

PDF Datensatzdokumentationen

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Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zu IGLU 2011 (in englischer Sprache) finden sich auch auf den Webseiten der IEA und des TIMSS & PIRLS International Study Center.

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Hinweise zur Nutzung von Daten

Sind die Kompetenzschätzer der PISA-, IGLU- und IQB-LV/BT-Studien miteinander vergleichbar?

Prinzipiell korrelieren die Tests aus PISA und den IQB-Ländervergleichen bzw. IQB-Bildungstrends hoch, aber die zugrunde liegenden Kompetenzmodelle unterscheiden sich. Die IQB-Tests sind an den Bildungsstandards der KMK und damit stärker am Curriculum orientiert als die PISA-Tests. Eine Testung der Vergleichbarkeit ist möglich mit IRT-Methoden auf Basis von Studien, in denen sowohl PISA als auch IQB-LV/IQB-BT Items verwendet wurden. Einige Studien zum Vergleich sind z. B.:

Das Ausmaß der Vergleichbarkeit muss für die Lese- und Mathematikkompetenzen sowie für die Sekundarstufe und Grundschule getrennt betrachtet werden. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass sich Länderunterschiede mit beiden Maßen gut abbilden lassen, ist die Analyse von absoluten Trends auf einer gemeinsamen Metrik aber leider nicht möglich.

Die Datensätze der Studien PISA 2012 und IQB-Ländervergleich 2012 lassen sich über die ID-Variable [idstud_FDZ] miteinander verknüpfen. Dadurch können Sie Zusammenhänge zwischen den skalierten Testwerten beider Studien miteinander vergleichen.

Beachten Sie bitte zusätzlich:

1.) Anders als in den PISA-Erhebungen werden Lese- und Mathematikkompetenz in den IQB-Studien nur in der Grundschule gemeinsam getestet: Die Lesekompetenzen wurden im IQB-Ländervergleich 2009 (Sekundarstufe I) und im IQB-Ländervergleich 2011 (Grundschule) sowie im IQB-Bildungstrend 2015 (Sekundarstufe I) und im IQB-Bildungstrend 2016 (Grundschule) erfasst. Die Mathematikkompetenzen können Sie dem IQB-Ländervergleich 2012 (Sekundarstufe) und IQB-Ländervergleich 2011 (Grundschule) sowie dem IQB-Bildungstrend 2016 (Grundschule) und dem IQB-Bildungstrend 2018 (Sekundarstufe) entnehmen.

2.) Für die PISA-Erhebungen liegt uns keine Bundeslandvariable vor.

3.) Wenn Sie Analysen durchführen möchten, die unveröffentlichte, neuartige Vergleiche zwischen einzelnen Bundesländern beinhalten, gilt laut unserer Verfahrensordnung ein erweitertes Antragsverfahren mit Reviewprozess.

Sind in der IGLU 2011 Studie Informationen zu Bundesländern verfügbar?

Im Rahmen der Datenerhebung wurden diese Informationen nicht erfasst bzw. nicht vom erhebenden Institut an das Datenkonsortium weitergegeben. Deshalb ist es auf Basis der am FDZ am IQB vorliegenden IGLU 2011-Datensätze nicht möglich, Informationen zum Bundesland nachträglich heranzuspielen.

Wie viele Förderschulen sind Teil der Stichprobe und wo finde ich die Schulart-Variable in IGLU 2011?

Im Schulleitungs-Datensatz gibt es eine Variable, die die Schulart indiziert: [ACNG32]. In dieser Variable beinhaltet die Kategorie "3 = Andere, und zwar" auch Förderschulen. Darüber hinaus befinden sich auch in der Missing-Kategorie "9 - omitted or invalid" u. a. auch zwei Förderschulen. Wenn Sie in Ihren Analysen Förderschulen nicht berücksichtigen wollen, können Sie die Variable [ACNG32] nutzen und die Kategorien 3 und 9 ausschließen. Insgesamt befinden sich n=5 Förderschulen im Schulleitungs-Datensatz ("IGLU2011_SLFB_SUF_1902-12a.sav").

Wieso ist der Anteil systemdefiniert fehlender Werte bei Variablen aus dem Elternfragebogen so hoch?

Der Anteil "system"-fehlender Werte bei den für Sie relevanten Variablen bezieht sich auf die Nichtteilnahme einzelner Eltern am Fragebogen. Insgesamt n=786 Eltern (19,7%) haben den Fragebogen komplett nicht ausgefüllt. Im Ergebnisbericht (Bos et al., 2012, S. 55) wird darauf wie folgt hingewiesen: "Die Rücklaufquote der Elternfragebögen liegt bei 80 Prozent". Ähnliche Rücklaufquoten findet man auch in anderen Schulleistungsstudien, insbesondere dann, wenn die Teilnahme an den Elternfragebögen freiwillig erfolgte.

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Kontakt

Monika Lacher
Assistentin der FDZ-Leitung
(030) 2093-46552

fdz@
iqb.hu-berlin.de