Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)


Leitung

Prof. Dr. Petra Stanat

Wissenschaftliche MitarbeiterinnenLogo

Sarah Gentrup
Kristin Schotte
Inka Baumgarte

Laufzeit

01. März 2013 - 31.Dezember 2019

Initiatoren

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Kultusministerkonferenz (KMK)
Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK)

Kooperationspartner

Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek und Prof. Dr. Hans-Joachim Roth (Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln)
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation)

Projekthomepage

www.biss-sprachbildung.de


Projektbeschreibung

Sprachliche Kompetenzen sind eine grundlegende Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulbesuch, ein gelingendes Berufsleben und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, Kindergärten und -tagesstätten, Grundschulen und weiterführende Schulen bei der sprachlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Nur mit einer wirksamen Förderung von der Kita bis zur Sekundarstufe erhalten alle Heranwachsenden einen gerechten Zugang zu Bildung und Teilhabe.

Konzepte und Maßnahmen begleiten und bewerten

Für die sprachliche Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen wird in Deutschland bereits viel getan. Alle Bundesländer setzen erhebliche finanzielle und personelle Mittel für eine Förderung von der Kita bis zum Schulabschluss ein. Allerdings unterscheiden sich diese Maßnahmen und Konzepte zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung teilweise sehr stark voneinander. Zudem liegen für viele Ansätze noch keine aussagekräftigen Evaluationen vor. Das soll sich mit dem BiSS-Programm ändern.

Sprachliche Bildung stärken

BiSS ist ein wissenschaftlich begleitetes Entwicklungs- und Forschungsprogramm. Im Rahmen von BiSS werden die vielfältigen Diagnostikverfahren und Förderkonzepte der Länder in Bezug auf die Qualität ihrer Umsetzung und auf ihre Wirksamkeit wissenschaftlich untersucht und weiterentwickelt. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Bildungssprache – also auf sprachlichen Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche benötigen, um am Kindergartenalltag und am Unterricht erfolgreich teilnehmen zu können und ihren Bildungsweg zu meistern.

Mehr als 600 BiSS-Schulen und -Kitas

Über 400 Schulen, mehr als 200 Kindertageseinrichtungen und 180 Partner wie z.B. Universitäten, Stiftungen, Vereine, Volkshochschulen und Bibliotheken haben sich zu über 100 BiSS-Verbünden zusammengeschlossen. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Maßnahmen weiterzuentwickeln und aufeinander abzustimmen. Dabei kooperieren sie teilweise über Ländergrenzen hinweg und sind durch die Arbeit an gemeinsamen Themen verbunden.

Beraten, qualifizieren, weiterentwickeln und evaluieren

Die Verbünde werden von einem wissenschaftlichen Trägerkonsortium bei ihrer Arbeit begleitet und unterstützt. Dem Trägerkonsortium gehört je eine Institution mit ausgewiesener Expertise im Elementar-, Primar- und Sekundarbereich an. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin übernimmt die Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit, die Wissenschaftskommunikation und das Marketing der Initiative BiSS sowie die fachliche Verantwortung für den Primarbereich und die konzeptionelle Planung und Koordination der Evaluationen.

An der Universität zu Köln wurde die Koordinierungsstelle eingerichtet. Sprecher des Trägerkonsortiums ist Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache. Des Weiteren liegt an der Universität zu Köln die fachliche Verantwortung für die Qualifizierungsmaßnahmen des pädagogischen Personals, für die Beratung im Bereich der Sekundarstufe sowie für die Koordination und Betreuung der Verbünde.

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main übernimmt die Verantwortung für die Bereitstellung der IT-Infrastruktur und für den Elementarbereich. Außerdem  koordiniert es die Weiterentwicklung und Pflege der Tools, also der Werkzeuge, die von den Verbünden zur Umsetzung der Module eingesetzt werden.

Ausgewählte Publikationen und Literatur

  • BiSS-Band 1: Titz, C., Geyer, S., Ropeter, A., Wagner, H., Weber, S. & Hasselhorn, M. (Hrsg.) (2018). Konzepte zur Sprach- und Schriftsprachförderung entwickeln. Stuttgart: W. Kohlhammer Verlag.
  • BiSS-Band 2: Titz, C., Geyer, S., Ropeter, A., Wagner, H., Weber, S. & Hasselhorn, M. (Hrsg.) (2018). Konzepte zur Sprach- und Schriftsprachförderung umsetzen und überprüfen. Stuttgart: W. Kohlhammer Verlag.
  • BiSS-Band 3: Titz, C., Geyer, S., Ropeter, A., Wagner, H., Weber, S. & Hasselhorn, M. (Hrsg.) (2019). Konzepte zur Sprach- und Schriftsprachförderung: Praxiserfahrungen. Stuttgart: W. Kohlhammer Verlag.
  • Henschel, S., Gentrup, S., Beck, L. & Stanat, P. (Hrsg.) (2018). Projektatlas Evaluation: Erste Ergebnisse aus den BiSS-Evaluationsprojekten. Berlin: BiSS-Trägerkonsortium.
  • BiSS-Trägerkonsortium (Hrsg.) (2016). Handreichung Durchgängige Leseförderung. Überblick, Analysen und Handlungsempfehlungen. Köln.
  • BiSS-Trägerkonsortium (Hrsg.) (2018). Urheberrecht in der Bildung. Texte, Bilder, Videos und Co: Was pädagogische Lehr- und Fachkräfte wissen müssen, um diese Werke für Bildungszecke zu nutzen. Köln.

Weiterführende Informationen

 

Kontakt

Inka Baumgarte
Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)
(030) 2093.46527

inka.baumgarte@
iqb.hu-berlin.de

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