Prof. Dr. Petra Stanat erhält GEBF-Preis für das Lebenswerk 2026

Zum dritten Mal verlieh die Gesellschaft für empirische Bildungsforschung (GEBF) heute den GEBF-Preis für das Lebenswerk. Preisträgerin 2026 ist Prof. Dr. Petra Stanat, wissenschaftlicher Vorstand des IQB. Mit ihrer Arbeit im Rahmen des Bildungsmonitorings sowie ihrer Forschung zu verschiedenen Fragen der Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit hat Petra Stanat die empirische Bildungsforschung in Deutschland über viele Jahre geprägt.

Die GEBF würdigt mit der Auszeichnung nicht nur Petra Stanats exzellente wissenschaftliche Leistungen, etwa im nationalen Bildungsmonitoring oder zu zuwanderungsbezogenen Disparitäten. Auch ihr Engagement für den Transfer von Forschungserkenntnissen in Bildungspolitik, -administration und -praxis, sowie ihr langjähriger Einsatz für die Förderung wissenschaftlicher Karrieren kennzeichnen ihr Lebenswerk. Die Weiterentwicklung der Empirischen Bildungsforschung unterstützt sie unter anderem durch ihre Mitarbeit in Gremien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, aktuell als Mitglied des Senats.

Petra Stanat studierte und promovierte in Psychologie und habilitierte sich in der Erziehungswissenschaft. Sie war Professorin für Empirische Unterrichtsforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und für Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2010 ist Petra Stanat wissenschaftliche Leiterin des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin.

In über 300 Publikationen, mehr als 30 Drittmittelprojekten und Mitarbeit in zahlreichen internationalen und nationalen Gremien leistet Petra Stanat mit ihrer interdisziplinären Forschung am IQB prägende Beiträge zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung im allgemeinbildenden Schulsystem. Dabei handele es sich immer um Teamarbeit, so Petra Stanat zur Preisverleihung. Daher würdige der Preis auch die Arbeit des gesamten IQB und dessen Kooperationspartner für das gemeinsame Ziel: Bildung in Deutschland besser und gerechter für alle zu gestalten.

Die GEBF vereint Wissenschaftler*innen, die in der empirischen Bildungsforschung tätig sind, und fördert interdisziplinäre Forschung in diesem Bereich. Ziel der GEBF ist es außerdem, Forschungsergebnisse der empirischen Bildungsforschung zu verbreiten und die Kooperation zwischen den Disziplinen zu fördern. Mit dem GEBF-Preis für das Lebenswerk – einer der bedeutsamsten Auszeichnungen der GEBF – werden Persönlichkeiten geehrt, denen eine besondere Rolle in der Entwicklung der empirischen Bildungsforschung in Deutschland zukommt. Nach Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor Emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, und Prof. Dr. Eckhard Klieme, langjähriger Direktor am DIPF, ist Petra Stanat die dritte Preisträgerin des Lebenswerk-Preises der GEBF.