Bildungssprachliche Kompetenzen - Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik (BiSpra I)

 

Erhebungszeitraum

2009-2012
verfügbar seit 06/2016
Testpopulation Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 2 und 3
Stichprobe Schülerinnen und Schüler (N=1.194); Schülerinnen und Schüler (n=559) (ohne Bundesland Hamburg)
Klassen (N=35)
Schulen(N=11)
Erfasste Kompetenzen

Hörverstehen, Konnektorenverständnis, Wortschatz, Grammatik, phonologisches Arbeitsgedächtnis

Kontextfragebögen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern
Region Nordrhein-Westfalen
dazugehörige Institution(en) Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Humboldt-Universität zu Berlin
Federführung Prof. Dr. Sabine Weinert, Prof. Dr. Petra Stanat
Finanzierung Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Link zur Studie BiSpra
Zitationsvorschlag

Datensatz:

Weinert, S., Stanat, P., Heppt, B., Berendes, K. & Dragon, N. (2016). Bildungssprachliche Kompetenzen (BiSpra I) - Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik (Version 1) [Datensatz]. Berlin: IQB – Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. http://doi.org/10.5159/IQB_BiSpra_1_v1

Abschlussbericht:

Weinert, S., Stanat, P., Redder, A., Dragon, N., Heppt, B. & Uesseler, S. (2014). Verbundvorhaben: Bildungssprachliche Kompetenzen (BiSpra): Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik. Schlussbericht 2013. Bamberg u. a.: Otto-Friedrich-Universität Bamberg u. a.

Skalenhandbuch:

Heppt, B., Berendes, K., Weinert, S. & Stanat, P. (2016). Bildungssprachliche Kompetenzen (BiSpra I): Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik. Skalenhandbuch zur Dokumentation der Erhebungsinstrumente. Bamberg u. a.: Otto-Friedrich-Universität Bamberg u. a.

 

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Das Vorhaben Bildungssprachliche Kompetenzen (BiSpra) unterteilt sich in einen linguistischen und einen psychologisch-erziehungswissenschaftlichen Teil. Im psychologisch-erziehungswissenschaftlichen Teilprojekt wurde experimentell geprüft, welche bildungssprachlichen Merkmale Kindern mit Zuwanderungshintergrund und/oder aus bildungsfernen Familien besondere Schwierigkeiten bereiten. Darauf aufbauend wurde ein Verfahren zur Einschätzung der bildungsbezogenen sprachlichen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern entwickelt. Es wurden Aufgaben gefertigt, die auf das Verständnis derjenigen sprachlichen Merkmale abzielen, die in der Literatur als Charakteristika der Bildungssprache diskutiert werden. Um die Bedeutung unterschiedlicher lexikalischer und grammatischer Anforderungen für das Textverständnis von Schülerinnen und Schülern zu überprüfen, wurden Hörverstehensaufgaben entwickelt und erprobt, die sich in der Schwierigkeit des Wortschatzes und der Komplexität der Grammatik systematisch unterscheiden. Zudem wurden Aufgaben konzipiert und erprobt, die zur Erfassung des Verständnisses von Konnektoren dienen. Alle neu entwickelten Aufgaben wurden im Rahmen der Haupterhebung von rund 1200 Schülern der zweiten und dritten Klassenstufe bearbeitet. Ferner wurden Vorarbeiten zur Erfassung von allgemein bildungssprachlichem Wortschatz geleistet. Die Befunde des psychologisch-erziehungswissenschaftlichen Teilprojekts zeigten erwartungsgemäß, dass Kinder nicht deutscher Herkunftssprache im Hörverstehen - bezogen auf das Deutsche - geringere Leistungen erzielen als Kinder deutscher Herkunftssprache. Dies gilt für Texte mit anspruchsvollem Wortschatz und Grammatik, aber auch - in vergleichbarem Ausmaß - für einfacher formulierte Texte, die zugleich für alle Kinder vergleichsweise leichter zu verstehen sind. Es sind aber nicht nur Kinder mit nicht deutschem Sprachhintergrund, sondern insbesondere auch Kinder aus sozial schwächeren Familien, die - unabhängig vom Sprachhintergrund - Einschränkungen beim Hörverstehen aufweisen.

Bei dem vorliegenden Datensatz handelt es sich um einen Teildatensatz des Verbundprojektes BiSpra, der im Teilprojekt Bamberg entstanden ist. Die Daten wurden in NRW erhoben. Die Daten aus dem Berliner Teilprojekt können aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zur Nachnutzung bereitgestellt werden. Die Daten aus dem linguistischen, Hamburger Teilprojekt liegen am Hamburger Zentrum für Sprachkorpora (HZSK) an der Universität Hamburg.

 

Literatur

Eine Auswahl an Publikationen finden Sie in dieser PDF Literaturliste (Stand: 20.11.2018).

 

Leerdatensätze

Um Ihnen einen ersten Überblick der Datensätze zu vermitteln, haben Sie hier die Möglichkeit, Leerdatensätze herunterzuladen.

BiSpra 1 (SPSS)

 

Dokumentation

Hier finden Sie PDF weiterführendes Material zur Studie.

Kontakt

Monika Lacher
Assistentin der FDZ-Leitung
(030) 2093-46552

fdz@
iqb.hu-berlin.de