Bildungsstandards
Einführung von Bildungsstandards
Im Oktober 1997 hat die Kultusministerkonferenz beschlossen, das deutsche Schulsystem im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen international vergleichen zu lassen (Konstanzer Beschluss). Ziel war und ist es, gesicherte Befunde über Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler in den zentralen Kompetenzbereichen zu erhalten.
Daraufhin kam es zu deutscher Beteiligung an den Studien TIMSS, PISA und IGLU. Die Ergebnisse haben schnell deutlich gemacht, dass die in Deutschland vorrangige Inputsteuerung im Schulbereich allein nicht zu den erwünschten Ergebnissen im Bildungssystem führt. Die Festlegung und Überprüfung der erwarteten Leistungen müssen hinzukommen. Deshalb hat die Kultusministerkonferenz im Folgenden einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Entwicklung und Einführung von bundesweit geltenden Bildungsstandards gelegt.
Am 4. Dezember 2003 hat die Kultusministerkonferenz bundesweit geltende Bildungsstandards für Mathematik, Deutsch und die Erste Fremdsprache für den Mittleren Bildungsabschluss beschlossen. Am 15. Oktober 2004 folgte die Verabschiedung von Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss in Mathematik, Deutsch und Erster Fremdsprache und für den Primarbereich in Deutsch und Mathematik und am 16. Dezember 2004 für den Mittleren Abschluss in Biologie, Physik und Chemie.
Die oben genannten Bildungsstandards werden von den Ländern zum Schuljahresbeginn 2004/5 bzw. 2005/6 verbindlich eingeführt.
